Cost-per-Mille (CPM)

Definition: Was bedeutet Cost-per-Mille (CPM)?

Der Cost-per-Mille (CPM) – auch TKP (Tausender-Kontakt-Preis) genannt – ist eine Kennzahl im Online- und Performance-Marketing. Er beschreibt die Kosten, die anfallen, um 1.000 Impressionen (Einblendungen) einer Anzeige zu erzielen.

„Mille“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „tausend“.

Formel:
CPM = (Werbekosten / Impressionen) × 1000

Beispiel:
100 € Werbebudget → 20.000 Impressionen = CPM von 5 €.

Der CPM gibt an, wie teuer die Sichtbarkeit einer Anzeige ist – unabhängig davon, ob Nutzer klicken oder kaufen.

Warum der CPM wichtig ist

Der Cost-per-Mille ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Branding- und Awareness-Marketing. Er hilft Unternehmen:

– die Kosteneffizienz großer Reichweitenkampagnen zu beurteilen
– verschiedene Werbeplattformen zu vergleichen
– Budgetentscheidungen datenbasiert zu treffen
Markenbekanntheit gezielt aufzubauen
– Kampagnen im oberen Funnel zu steuern

Insbesondere bei Display Ads, Social Media Ads und Videoanzeigen ist CPM ein zentraler Wert.

Wo der CPM verwendet wird

1. Social Media Advertising

Facebook, Instagram, TikTok, Snapchat und LinkedIn arbeiten stark mit CPM-basierten Abrechnungen.

2. Display Advertising

Banner, responsive Display Ads und HTML5-Werbemittel im Google Display Netzwerk orientieren sich oft am CPM.

3. Video Ads

YouTube, TikTok oder Streaming-Dienste nutzen CPM als wichtigste Kennzahl zur Bewertung der Reichweite.

4. Programmatic Advertising

Automatisierte Werbeeinkäufe basieren häufig auf CPM-Geboten.

5. Affiliate- und Content-Kampagnen

Im Awareness-Bereich werden Publisher über CPM vergütet – besonders bei hochwertigen Platzierungen.

Einflussfaktoren auf den CPM

1. Wettbewerb & Nachfrage

Je höher der Wettbewerb um Zielgruppen, desto höher steigt der CPM – besonders in Peak-Zeiten (Q4, Black Week).

2. Zielgruppe

Eng definierte oder wertvolle Zielgruppen (z. B. B2B, Entscheider) haben höhere CPMs.

3. Werbeplatzierung

Premium-Umfelder (z. B. große Magazine, YouTube Placements) kosten mehr.

4. Anzeigenqualität

Kreative Anzeigen mit hoher Relevanz können CPM senken, weil Algorithmen sie stärker ausspielen.

5. Tageszeit & Saisonalität

Abends und am Wochenende sind CPMs oft höher, genauso wie zur Weihnachtszeit.

6. Kampagnenziel

Branding-Kampagnen = niedrigerer CPM
Conversion-Kampagnen = oft höherer CPM (weil Algorithmen stärker optimieren)

Typische CPM-Werte nach Plattform (Richtwerte)

Facebook / Instagram: 5–20 €
TikTok: 2–10 €
LinkedIn: 30–75 € (B2B-premium)
YouTube: 4–15 €
Google Display Netzwerk: 1–8 €
Premium Publisher: 20–80 €

Die tatsächlichen Werte hängen stark von Zielgruppe, Branche und Werbemitteln ab.

Vorteile des CPM-Modells

– ideal für Branding und Reichweite
– bessere Kostenkontrolle im oberen Funnel
– einfacher Vergleich zwischen Werbenetzwerken
– große Flexibilität (je nach Creative und Targeting)
– hohe Skalierbarkeit
– günstiger Einstieg in neue Zielgruppen

Nachteile des CPM-Modells

– keine Garantie für Klicks oder Conversions
– hohe Impressionen können „leere Reichweite“ sein
– Streuverluste bei unpräzisem Targeting
– schwieriger zu messen, wenn kein Performance-Ziel verfolgt wird
– Anzeigen können übersehen werden (Bannerblindness)

Deshalb sollte CPM immer in Kombination mit weiteren KPIs bewertet werden.

CPM vs. CPC vs. CPO

CPM (Cost-per-Mille)

Kosten pro 1.000 Impressionen → Gut für Reichweite.

CPC (Cost-per-Click)

Kosten pro Klick → Gut für Traffic.

CPO (Cost-per-Order)

Kosten pro Bestellung → Gut für Conversion.

Je nach Kampagnenziel ist ein anderes Modell sinnvoll.

Wie man den CPM verbessert

1. Relevantere Zielgruppen

Je passender das Targeting, desto effizienter die Ausspielung.

2. Starke Creatives

Gute Anzeigen werden durch Algorithmen bevorzugt → niedrigerer CPM.

3. Optimierung des Kampagnenziels

Branding-Kampagnen haben meist deutlich günstigere CPMs.

4. A/B-Testing

Unterschiedliche Anzeigenvarianten testen, um die effizienteste zu finden.

5. Tageszeit- und Platzierungsoptimierung

Manche Zeiten und Umfelder sind deutlich günstiger.

6. Ausschluss irrelevanter Zielgruppen

Durch Lookalike-Optimierung, Ausschlusslisten oder negative Interessen.

Fazit

Der Cost-per-Mille (CPM) ist eine grundlegende Kennzahl für Reichweiten- und Branding-Kampagnen. Er zeigt, wie viel es kostet, 1.000 Nutzer mit einer Anzeige zu erreichen – unabhängig davon, ob sie klicken oder kaufen. Durch starke Creatives, präzises Targeting und datengestützte Optimierung können Unternehmen ihre CPMs senken und ihre Markenbekanntheit effizient steigern. Für ein vollständiges Bild sollte der CPM immer im Zusammenspiel mit KPIs wie CTR, CPC und Conversion Rate betrachtet werden.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner