Klimafreundliche Websites planen und erstellen

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So wird die eigene Website klimafreundlich und nachhaltig

Das Thema Nachhaltigkeit spielt in vielen Unternehmensbereichen eine immer größere Rolle. Auch im Webhosting und bei der Planung und Umsetzung der eigenen Website sollten Unternehmen überdenken, wie der eigene ökologische Fußabdruck aussieht und wie man diesen verbessern kann. Denn kritische Kunden achten nicht nur auf die großen Signale, sondern honorieren auch ein klimafreundliches und nachhaltiges Webdesign.


Warum Klimafreundlichkeit auch im Netz von Bedeutung ist

Viele Unternehmen stellen sich die Frage, ob Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit im Netz ein wichtige Rolle spielen. Schaut man sich die Statistiken an, so geht man aktuell davon aus, dass mehr als 2 Prozent des globalen Energieverbrauchs auf das Internet zurückzuführen sind. Das bedeutet also auch, dass jeder Betreiber einer Website selbst dazu beitragen kann, den Energieverbrauch zu reduzieren und somit den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Der Effekt, den eine einzige Website auf das Gesamtbild dabei nehmen wird, ist zwar auf den ersten Blick verschwindend gering, aber dennoch vorhanden. Je mehr Seitenbetreiber sich also entschließen, die eigene Website nachhaltiger zu gestalten, umso größer wird dieser Effekt. Daher ist es sinnvoll und zielführend, bereits jetzt als Unternehmen voran zu gehen und sich als Pionier in diesem Bereich zu positionieren. In Zeiten immer größer werdender Umweltprobleme kann man als Unternehmen von einem solchen Vorgehen gleich mehrfach profitieren.


Nachhaltige Websites optimal für das Branding des Unternehmens

Neben dem Schutz der Umwelt spielt für Unternehmen natürlich auch die Außenwirkung solcher Maßnahmen eine wichtige Rolle. Wenn man sich als Unternehmen den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit verschreibt, kann dies von erheblichem Vorteil sein und die Kundenmeinung zum Unternehmen nachhaltig verbessern und stärken. Wer diese Themen bereits auf der eigenen Website anspricht und zudem auch noch umsetzt, zeigt also deutlich, dass der Themenkomplex Umwelt dem Unternehmen am Herzen liegt. Aus diesem Grund kann die Planung und Umsetzung der eigenen Website unter dem Aspekt der Umwelt nicht ausreichend genug in den Fokus genommen werden.


Nachhaltigkeit implementieren – neue Kunden überzeugen

Da vor allem auch die jüngere Generation die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus rückt, kann man als Unternehmen durch solche Maßnahmen nicht nur bestehende Kundenbeziehungen stärken, sondern sich auch für neue Kunden attraktiver aufstellen. Eine nachhaltig geplante und umgesetzte Website kann also dazu führen, dass sich mehr neue Kunden für Ihr Unternehmen entscheiden, da eben dieses Themenfeld bei der Entscheidungsfindung vieler neuer Kunden eine besonders große Rolle spielt.


Nachhaltiges Webhosting als Kernelement des Erfolgs

Das Kernelement in Sachen Nachhaltigkeit ist selbstverständlich das Hosting der Website. Denn beim Hosting fallen die größten Kosten für die Umwelt durch den direkten Stromverbrauch des Servers und der Infrastruktur an. Viele Hosting-Anbieter haben bereits von sich aus beschlossen, ebenfalls auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu setzen und bieten ein entsprechendes Hosting-Paket in ihrem Portfolio an. Wenn man als Unternehmen also die eigene Website nachhaltig betreiben möchte, ist es zunächst einmal zielführend, sich für einen Hoster zu entscheiden, welcher genau diese Werte ebenfalls vertritt. Es kann sich also rentieren, den bisher bestehenden Anbieter zu wechseln oder ein anderes Paket zu buchen, wenn man dadurch aktiv die Umwelt entlastet. Dies mag zwar mit leicht höheren Kosten verbunden sein, rentiert sich auf Dauer allerdings dennoch deutlich.


Die eigene Website nachhaltiger gestalten

Bei der Nachhaltigkeit der eigenen Website können Unternehmen erhebliche Änderungen durchführen, um diese umweltschonender zu gestalten. Denn der Datenverbrauch einer Seite korreliert auch mit deren Energieverbrauch. Wer also seine Seite so gestaltet, dass diese möglichst wenig Daten hin- und her sendet, der entlastet zudem auch aktiv die Umwelt.


Weniger Server-Anfragen generieren

Ein wichtiger Schritt ist die Minimierung des Datenverbrauchs. Das bedeutet unter anderem, dass weniger Skripte eingesetzt werden, welche immer wieder die gleichen Abfragen an das System stellen. Durch die Auslagerung von JavaScript und CSS in separate Dateien, können solche Abfragen beispielsweise minimiert werden. Denn diese Daten stehen dem System des Nutzers bei der ersten Abfrage zur Verfügung und müssen nicht bei jedem Seitenaufruf neu abgefragt werden. Das spart zwar auf den ersten Blick nur wenige KB an Datenverbrauch, auf die Dauer der Nutzung allerdings kann dies dennoch bereits messbare Auswirkungen haben. Wer eine bereits bestehende Website in dieser Hinsicht optimiert, wird dies unter anderem im Datenverbrauch im Verlauf von längeren Zeiträumen problemlos messen können.


Bilder komprimieren – Videos nur nach Abruf laden

Bilder sind auf einer Website häufig von zentraler Bedeutung. Diese tragen nicht nur zum Erscheinungsbild der Seite bei, sondern helfen auch dem Kunden bei der Orientierung. Dennoch sind viele Unternehmen bei ihren Bildern verschwenderisch geworden, da die Internetleitungen der Nutzer immer potenter wurden. Durch Komprimierungen lassen sich viele Bild-Dateien deutlich verkleinern, ohne dass deren Qualität und Darstellung leidet. Auch Videos sollten nicht einfach geladen werden, sondern nur nach einer Aktion des Nutzers in den Speicher gelangen. Über eine komplette Website hinweg lässt sich der Datenverbrauch durch diese kleinen Maßnahmen signifikant minimieren, was unter anderem auch zu einem geringeren Energieverbrauch sowohl auf Seiten der Nutzer als auch auf Seiten des Anbieters führt.


Caching und statische Seiten nutzen

Viele Unternehmen setzen bei der Planung und Gestaltung der eigenen Website auf Content Management Systeme. Diese bieten viele Vorteile sowohl auf Seiten des Anbieters als auch für die Nutzer. Ein großer Vorteil dieser Systeme ist, dass diese auch statische Seiten ausgeben können, wenn sich ein Nutzer auf den verschiedenen Seiten bewegt. Dies sorgt dafür, dass nicht alle Skripte und Inhalte immer wieder neu geladen werden müssen, wenn eine neue Unterseite aufgerufen wird. Die Einsparungen an Energie durch solche Aktionen mögen zwar auf den ersten Blick gering erscheinen, bei ausreichend Aufrufen auf der Seite können diese aber erhebliches Einsparpotenzial bieten. Der allgemeine Traffic wird verringert. Dies kommt sowohl Nutzern mit einer schlechten oder schwachen Internetleitung zugute als auch der Umwelt. Unternehmen können über diese Optionen also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und den Daten- und Energieverbrauch der eigenen Website nachhaltig senken.


Darkmode spart Energie auf Seiten der Nutzer

Auch auf Seiten der User der Internetpräsenz kann man dafür sorgen, dass diese weniger Energie verbrauchen. Vor allem an Smartphones und Tablets spielt dabei die Helligkeit der Seite eine wichtige Rolle. Denn jeder heller Pixel muss beleuchtet werden, was unter anderem zu einem höheren Energieverbrauch führt. Möchte man also seine eigene Website sparsam gestalten, sollte man den Nutzern die Möglichkeit bieten, einen Darkmode zu nutzen oder diesen sogar standardisieren. Dies senkt den Energieverbrauch zwar nicht deutlich, über die Masse an Nutzern allerdings immer noch bemerkbar. Wenn also genügend Menschen die eigene Website besuchen, kann man mit einem dunklen Design oder einem Darkmode für die Seite deutlich an Energie sparen und somit ebenfalls aktiv die Umwelt entlasten. Es ist hilfreich dieses Feature zudem den Kunden zu erklären und somit gleich etwas mehr den Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit zu richten. Ein grundsätzlicher Vorgang, der viele Bemühungen des Unternehmens aus Sicht des Kunden ins richtige Licht rückt.


Den User mit ins Boot holen – Umweltthemen thematisieren

Den Nutzer der Website mit ins Boot zu holen ist aus mehreren Überlegungen heraus sinnvoll. Zum einen kann man so als Unternehmen seiner Pflicht gerecht werden, die User auf die Thematik Umweltschutz und Nachhaltigkeit hinzuweisen und diese im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu schulen und zu informieren. Auf der anderen Seite kann man durch diese Elemente zudem die eigene Leistung in diesem Bereich stärker in den Fokus rücken und sich somit als umweltbewusstes Unternehmen präsentieren. Vor allem bei vielen jüngeren Kunden spielen beide Faktoren gleichermaßen eine wichtige Rolle. Dabei sollte man als Unternehmen allerdings nach Möglichkeit nicht belehrend auftreten, sondern den Kunden aktiv mit ins Boot holen. Auch hier spielt die Gamification eine wichtige Rolle. Quizfragen oder ähnliche Elemente haben sich besonders gut bewährt und werden von vielen Nutzern sehr gerne angenommen.


Fazit: Von Planung bis Ausführung die Umwelt im Blick behalten

Wenn sich Unternehmen in der heutigen Zeit von ihrer besten Seite präsentieren möchten, dann spielen Faktoren wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Dies umfasst nicht nur die eigene Produktion, sondern eben auch deutlich kleinere Elemente. Die eigene Website ist dabei eine dieser Kleinigkeiten, welche einen enormen Einfluss auf deren Besucher und Nutzer haben kann. Unternehmen, welche bereits bei diesen Dingen großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legen, werden bei ihren Kunden in diesem Bereich als deutlich kompetenter und zuverlässiger angesehen. Aus diesem Grund ist es mehr als nur sinnvoll, sich auf diese Elemente zu fokussieren und hier bereits den Grundstein für weitere Taten und Positionierungen zu setzen. Denn hier ist es im direkten Vergleich besonders einfach, Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu praktizieren und den Kunden auch zu kommunizieren. So lässt sich bereits ohne großen finanziellen Aufwand das Konzept der Nachhaltigkeit nach außen tragen., was unter anderem den Markenkern des Unternehmens nachhaltig stärkt.

Marketing Strategen Werbeagentur Amberg-Sulzbach
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