In 5 Schritten zum nachhaltigen E-Commerce-Kauferlebnis

Voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten

Viele Faktoren können einen Kunden vom Kauf in einem Onlineshop abhalten. Dazu zählen beispielsweise eine tiefe Suchtiefe bei der Produktsuche, mangelhafte Produktbeschreibungen, ein eingeschränktes Angebot an Zahlungsmethoden oder die Abfrage irrelevanter Kundendaten. Um das Einkaufserlebnis nachhaltig positiv zu gestalten, sollten Sie Ihren Onlineshop kritisch hinterfragen und den Bestellprozess optimieren. Im Folgenden finden Sie fünf Schritte, die Ihnen dabei helfen können.

1. Komplexität reduzieren

Erstellen Sie im Vorfeld eine Liste mit den Daten, die tatsächlich für die Bestellung und Lieferung der Waren benötigt werden. Ist die Abfrage des Geburtsdatums wirklich notwendig? Benötigen Sie die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zwingend für die Bestellabwicklung? All diese Daten können Ihnen zwar in Zukunft für Marketingzwecke nützlich sein, verlängern aber den Bestellprozess deutlich. Kunden bevorzugen einen schnellen und einfachen Checkout, ohne umfangreiche persönliche Informationen preisgeben zu müssen. Beschränken Sie sich daher auf die tatsächlich notwendigen Daten und bieten Sie optional die Möglichkeit, weitere Informationen gegen attraktive Rabatte oder Boni einzugeben.

Ein weiterer Grund für die Reduzierung der Komplexität beim Checkout liegt in der damit verbundenen Fehleranfälligkeit. Beschwerden von Kunden beziehen sich häufig auf einen unzufriedenstellenden Checkout-Prozess. Jedes Formularfeld stellt eine potenzielle Fehlerquelle dar, die zum Abbruch des Bestellvorgangs gerade im Zahlungsprozess führen kann. Im schlimmsten Fall geht der gesamte Warenkorb verloren und viele Kunden geben den Kaufvorgang gänzlich auf, anstatt alle Produkte erneut in den Warenkorb zu legen.

2. Responsive Webdesign ist unerlässlich

Die Nutzung mobiler Endgeräte nimmt stetig zu, sodass ein großer Teil der Kunden Smartphones oder Tablets zum Online-Shopping nutzt. Um eine optimale Darstellung auf allen gängigen Geräten zu gewährleisten, ist ein responsives Webdesign für jeden Onlineshop unverzichtbar. Dies gilt insbesondere für den Checkout-Prozess, da die Navigation auf mobilen Geräten anders funktioniert als auf Desktop-Computern.

Fehlt eine mobile Version des Onlineshops, bedeutet dies nicht nur einen erheblichen Zusatzaufwand für den Kunden, der die Seite umständlich verschieben muss, um alle Daten eingeben zu können, sondern erhöht auch die Fehlerquote durch versehentliche Eingaben. Abhängig von Ihrer Zielgruppe kann der Verzicht auf eine mobile Version des Shops auch finanzielle Einbußen zur Folge haben. Insbesondere jüngere Zielgruppen nutzen überwiegend mobile Geräte und erwarten daher einen Shop, der für diese Endgeräte optimiert ist.

3. Sicherheit geht vor

SSL-Zertifikat ist Pflicht für jede Webseite. Dadurch verläuft die Kommunikation zwischen Server und Client verschlüsselt und Dritte können die Daten nicht ausspionieren. Dies ist besonders wichtig, das du vom Kunden sensible Daten während der Bestellung abfragen musst, wie Adresse oder Kontoinformationen.

Du solltest zudem deinen Shop regelmäßig von unabhängigen Stellen auf seine Sicherheit überprüfen lassen. Dies ist eine einfache, jedoch sehr effektive Methode zur Qualitätssicherung. Du bekommst Informationen, wo es im Bestellprozess Mängel gibt, die du beheben kannst. Ist die Datensicherheit gewährleistet, bekommst du in der Regel auch ein Zertifikat, mit dem du auch deinen Shop als sicheren Ort zum Bestellen bewerben kannst.

4. Schnelligkeit ist Trumpf

Vom vollen Warenkorb bis zum Kaufabschluss sollten nur wenige Minuten vergehen. Dabei ist es wichtig, dass du nicht nur die Abfrage notwendiger Daten optimierst (Schritt 1), sondern auch die technische Performance deiner Website gewährleistest. Lange Ladezeiten verunsichern Kunden und führen häufig dazu, dass sie den Bestellvorgang abbrechen und alle eingegebenen Daten verlieren.

Ein häufiges Problem können externe Zahlungsdienstleister sein. Bietest du beispielsweise eine Zahlung via PayPal an, wird dein Kunde auf die Seite eines Drittanbieters weitergeleitet. Je länger dieser Prozess dauert, desto frustrierender wird das Einkaufserlebnis. Überprüfe daher regelmäßig die Ladezeiten bei externen Zahlungsanbietern und biete dem Kunden verschiedene Zahlungsoptionen an, falls eine Option nicht wie gewünscht funktioniert. Überfordere den Kunden jedoch nicht mit unzähligen Zahlungsmöglichkeiten, sondern konzentriere dich auf gängige Methoden. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass du auch eine innovative Zahlungsform anbietest, die vielleicht noch nicht sehr häufig angeboten wird. Das kann für deinen Shop ein Alleinstellungsmerkmal sein. Verabschiede dich jedoch von veralteten Zahlungsmethoden, da sie nur unnötige Arbeit verursachen und ein Sicherheitsrisiko darstellen können.

5. Am Puls der Zeit bleiben

Händler, die im Internet nicht präsent sind, werden von der Konkurrenz überrannt. Gleiches gilt für Shops, die im Netz nicht am Puls der Zeit bleiben. Ein moderner Checkout-Prozess ist Pflicht und das gilt für alle Bereiche. Überarbeite regelmäßig das Design und die Inhalte deines Shops und stelle sicher, dass alle Informationen stets aktuell sind.

Dies gilt insbesondere für deine Zahlungsmethoden. Vor allem die jüngere Kundschaft bevorzugt digitale Zahlungsmittel wie E-Wallets oder sichere Varianten mit Prepaid-Karten gegenüber klassischen Zahlungsmethoden wie Überweisung oder Kreditkarte. Beachte jedoch, dass bei manchen digitalen Zahlungsarten Gebühren anfallen können, die sowohl den Kunden als auch dich als Verkäufer treffen können. Hier gilt es abzuwägen, ob du vielleicht einzelne Serviceleistungen erst ab einem bestimmten Bestellwert anbietest, damit sich der Einsatz für dich lohnt.

Fazit

Mit wenigen Schritten kannst du den Checkout-Prozess in deinem Onlineshop zu einem positiven Erlebnis für deine Kunden machen. Wichtig ist, dass du den Prozess regelmäßig optimierst und an die aktuellen Bedürfnisse deiner Kunden anpasst. Wir unterstützen dich gerne dabei und helfen dir nicht nur mögliche Probleme zu finden, sondern auch bei der Optimierung deines Webshops, damit du deinen Kunden ein positives Einkaufserlebnis bescheren kannst.

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