
Es gibt Momente im Marketing, die vergisst man nicht mehr.
Nicht, weil eine Kampagne plötzlich durch die Decke geht.
Nicht, weil ein Kunde Rekordumsätze macht.
Sondern weil man irgendwann auf die Zahlen schaut und merkt:
„Wir sind hier komplett falsch abgebogen.“
Genau so ging es uns mit wer liefert was (wlw) beziehungsweise Visable GmbH.
Und ja: Wir sagen es mittlerweile ganz klar und ohne diplomatische Umschreibungen:
Wir würden heute jedem Unternehmen davon abraten, dort Geld zu investieren.
Nicht vielleicht.
Nicht „je nach Branche“.
Nicht „man muss testen“.
Sondern ganz klar:
Aus unserer Sicht steht Aufwand, Risiko und Kostenstruktur in keinem sinnvollen Verhältnis zum möglichen Ergebnis.
Und genau deshalb schreiben wir diesen Artikel.
Denn wir hätten uns vor einem Jahr gewünscht, dass jemand einmal ehrlich und ungefiltert aufschreibt, wie solche Plattformmodelle in der Realität oft funktionieren.
Wie alles angefangen hat
Eigentlich begann alles ziemlich harmlos.
Ein professionelles Vertriebsgespräch.
Saubere Präsentationen.
Große Zahlen.
Große Reichweiten.
Große Versprechen.
Man hörte Dinge wie:
- führender B2B-Marktplatz
- Millionen Einkäufer
- hohe Sichtbarkeit
- qualifizierte Geschäftsanfragen
- starke Reichweite im B2B
- ideale Ergänzung zur Neukundengewinnung
Und ganz ehrlich:
Natürlich klingt das erstmal gut.
Vor allem für Unternehmen, die im B2B unterwegs sind.
Denn dort herrscht oft genau diese Angst:
„Was, wenn unsere Konkurrenz dort sichtbar ist – und wir nicht?“
Und genau auf diesem Gedanken basiert aus unserer Sicht ein großer Teil des Geschäftsmodells.
Nicht auf Performance.
Nicht auf messbaren Ergebnissen.
Sondern auf der Angst, potenzielle Sichtbarkeit zu verpassen.
Der große Denkfehler: Sichtbarkeit klingt nach Marketing-Erfolg
Das Problem beginnt bei einem Wort:
Sichtbarkeit
Sichtbarkeit klingt immer positiv.
Niemand sagt:
- „Wir kaufen wenig Sichtbarkeit.“
- „Wir wollen unsichtbar sein.“
Also wirkt das automatisch attraktiv.
Doch die entscheidende Wahrheit lautet:
Sichtbarkeit ohne Nachfrage ist wertlos.
Und genau das haben wir schmerzhaft gelernt.
Denn am Ende interessiert niemanden:
- wie oft ein Profil eingeblendet wurde
- wie schön eine Plattform aussieht
- wie groß die Plattform theoretisch ist
Am Ende zählt nur:
Und genau dort ist unser Erlebnis mit wlw komplett auseinandergebrochen.
Die Realität nach 12 Monaten
Nach einem kompletten Jahr Zusammenarbeit sahen unsere Zahlen so aus:
| KPI | Ergebnis |
|---|---|
| Impressions | 1.111 |
| Seitenaufrufe | 60 |
| Nachrichten | 6 |
| Website-Klicks | 13 |
| Telefon-Klicks | 1 |
Das Ganze bei Kosten von:
4.028,40 € netto
Als wir die Zahlen zum ersten Mal vollständig analysiert haben, dachten wir ehrlich gesagt zuerst, irgendwo müsse ein Fehler sein.
Aber nein.
Das waren tatsächlich die echten Werte.
Diese Zahlen sind nicht „schwach“ – sie sind katastrophal
Und genau das muss man einmal deutlich sagen.
Denn viele versuchen solche Ergebnisse schönzureden.
Mit Aussagen wie:
- „B2B dauert halt länger“
- „Ein Auftrag kann alles refinanzieren“
- „Es geht um Markenpräsenz“
- „Sichtbarkeit ist langfristig wichtig“
Nein.
Nicht bei diesen Zahlen.
Denn heruntergerechnet bedeutet das:
| KPI pro Monat | Ergebnis |
|---|---|
| Impressions | ca. 93 |
| Seitenaufrufe | ca. 5 |
| Nachrichten | 0,5 |
| Website-Klicks | ca. 1 |
| Telefon-Klicks | praktisch 0 |
Das bedeutet im Klartext:
Wir haben über 335 € im Monat bezahlt, um ungefähr einen Website-Klick pro Monat zu bekommen.
Und spätestens da wird aus einem „Marketingkanal“ einfach nur noch ein extrem teurer Eintrag im Internet.
Der wahre Schock kam bei der Kostenrechnung
Denn die eigentliche Katastrophe erkennt man erst, wenn man die Ergebnisse gegen die Kosten rechnet.
Unsere echten Effektivkosten
| Ergebnis | Effektive Kosten |
|---|---|
| Seitenaufruf | ca. 67 € |
| Nachricht | ca. 671 € |
| Website-Klick | ca. 310 € |
| Telefon-Klick | über 4.000 € |
Und nein:
Das sind keine theoretischen Hochrechnungen.
Das sind unsere echten Zahlen nach einem kompletten Jahr.
Jeder halbwegs funktionierende Google-Ads-Account wäre mit solchen Werten längst abgeschaltet worden.
Jede Meta-Kampagne ebenfalls.
Jeder LinkedIn-Funnel sowieso.
Aber Plattformmodelle wie wlw schaffen es erstaunlich gut, dass Unternehmen solche Zahlen trotzdem monatelang akzeptieren.
Und genau das ist aus unserer Sicht das eigentliche Problem.
Warum Unternehmen trotzdem weiterzahlen
Weil diese Modelle psychologisch hervorragend funktionieren.
Man denkt ständig:
- „Vielleicht kommt noch der große Lead.“
- „Vielleicht braucht es einfach Zeit.“
- „Vielleicht müssen wir das Profil optimieren.“
- „Vielleicht müssen wir mehr Produkte einstellen.“
Und während man hofft, laufen die Rechnungen weiter.
Monat für Monat.
Ohne echte Ergebnisse.
Der Vergleich mit Google Ads war brutal
Irgendwann haben wir angefangen, die Zahlen mit klassischen Performance-Kanälen zu vergleichen.
Und ehrlich:
Der Unterschied war fast absurd.
Mit denselben 335 € monatlich hätten wir bei Google Ads wahrscheinlich bekommen:
- tausende Suchimpressions
- dutzende Klicks
- klare Keyworddaten
- echte Suchintention
- messbare Conversions
- Optimierungsmöglichkeiten
Vor allem aber:
Wir hätten dort echte Nachfrage eingekauft.
Bei wlw kauft man dagegen primär Hoffnung auf Sichtbarkeit.
Und das ist ein riesiger Unterschied.
Das größte Problem: Man merkt den Fehler viel zu spät
Das ist vermutlich die gefährlichste Eigenschaft solcher Plattformmodelle.
Der Schmerz kommt nicht sofort.
Denn bei Google Ads sieht man schlechte Performance extrem schnell.
Bei wlw dagegen passiert Folgendes:
- ein paar Impressionen
- ein paar Profilaufrufe
- hier und da eine Nachricht
Gerade genug, damit man denkt:
„Da passiert ja etwas.“
Aber wenn man ehrlich ist:
Nein.
Es passiert fast nichts.
Und genau dadurch verlieren Unternehmen oft nicht nur Geld – sondern vor allem Zeit.
Auch wir sind darauf hereingefallen
Und genau deshalb schreiben wir diesen Artikel so offen.
Denn wir möchten nicht so tun, als wären wir die perfekten Marketing-Gurus, die niemals Fehlentscheidungen treffen.
Im Gegenteil.
Gerade wir hätten kritischer sein müssen.
Aber gute Vertriebler wissen genau:
Menschen kaufen selten Zahlen.
Menschen kaufen Hoffnung.
Und Hoffnung verkauft sich im B2B hervorragend.
Unsere klare Meinung heute
Nach allem, was wir erlebt haben, würden wir heute ganz klar sagen:
Wir halten wlw für keinen sinnvollen Marketingkanal.
Zumindest nicht für die allermeisten Unternehmen.
Nicht bei diesen Kosten.
Nicht bei dieser Intransparenz.
Nicht bei dieser schwachen Performance.
Nicht im Vergleich zu modernen Performance-Kanälen.
Und vor allem nicht in einer Zeit, in der Unternehmen:
nutzen können, um deutlich messbarer und effizienter Neukunden zu gewinnen.
Warum wir definitiv davon abraten
Weil wir heute überzeugt sind:
Das Geld ist an anderer Stelle fast immer besser investiert.
Selbst ein kleiner Google-Ads-Test bringt meist mehr Erkenntnisse.
Selbst einfache SEO-Maßnahmen sind nachhaltiger.
Selbst LinkedIn-Ads liefern oft mehr echte B2B-Daten.
Bei wlw dagegen hatten wir permanent das Gefühl:
Man bezahlt hauptsächlich dafür, irgendwo „dabei zu sein“.
Aber „dabei sein“ ist kein Marketingziel.
Umsatz ist ein Marketingziel.
Unser Rat an jedes Unternehmen
Wenn euch jemand wlw verkaufen möchte:
Lasst euch keine Plattformgröße verkaufen
Die Größe der Plattform bringt euch nichts, wenn daraus keine Leads entstehen.
Lasst euch keine Sichtbarkeit verkaufen
Sichtbarkeit ohne Nachfrage ist wertlos.
Lasst euch keine Hoffnung verkaufen
Verlangt echte Zahlen.
Rechnet alles gegen Google Ads
Immer.
Denn dort merkt ihr sehr schnell, ob überhaupt Nachfrage existiert.
Fazit: Unser teuerster Marketingfehler der letzten Jahre
Die Wahrheit ist:
Die 4.000 € sind ärgerlich.
Aber viel schlimmer ist die Erkenntnis, wie lange wir versucht haben, uns die Ergebnisse schönzureden.
Und genau deshalb wollten wir diesen Artikel schreiben.
Damit andere Unternehmen nicht denselben Fehler machen.
Denn aus unserer heutigen Sicht ist wlw vor allem eines:
Ein extrem teurer Sichtbarkeitskanal mit erschreckend schwacher Performance.
