Social-Media-Kanäle für Marketing Strateginen nutzen

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Kanäle für Social-Media-Marketing: Strategien, Vorteile und Nachteile

Im Marketing hat sich seit langer Zeit der Bereich soziale Medien als wesentlicher Bestandteil etabliert. Seit dem internationalen Boom von Social Media hat sich dieser Trend nicht gewandelt: Viele neue Social Websites und Apps mit unterschiedlichen Schwerpunkten sind inzwischen weit verbreitet, sodass im Marketing anhand der Zielgruppe ein Fokus gesetzt werden sollte. Damit du für deine Firma die passenden Marketingkanäle auswählen kannst, haben wir die folgende Liste mit bekannten und weniger bekannten Anbietern zusammengestellt. Du kannst dir einen Überblick verschaffen und erfährst die jeweiligen Vorteile bzw. Nachteile. Benachrichtige uns bei Anfragen und wir unterstützen dich bei den weiteren Schritten zum optimalen Social-Media-Marketing.

Facebook

Der Facebook-Konzern, der sich 2021 offiziell in Meta Platforms umbenannte, zählt seit 2006 zu den erfolgreichsten Betreibern von Social Media. Es ist noch immer das weltweit größte soziale Netzwerk mit monatlich über drei Milliarden aktiven Konten. Zwar hält die wachsende Tendenz bis heute im deutschsprachigen Raum an, doch bei jüngeren Nutzern ist die Plattform weniger beliebt. Da dies aufgrund der Gesamtmenge an Usern jedoch immer noch sehr viel Traffic bedeutet, solltest du für dein Unternehmen eine Präsenz auf Facebook erstellen. Verzichte nur darauf, wenn du ausschließlich eine junge Zielgruppe hast, denn dann könnte dein Marketing bzw. Image als nicht zeitgemäß aufgefasst werden, obwohl die Nutzerzahl relativ hoch ist.

Instagram

Instagram hat in den 2010er Jahren weltweit Fuß gefasst und fokussiert sich auf das Teilen von Fotos und kurzen Videos. Hunderte Millionen Unternehmensprofile sind hier registriert, da der ästhetische Schwerpunkt sich gut für ansprechende Fotoserien und die Inszenierung von Produkten eignet. Die Plattform hat über 2 Milliarden User und ist sehr beliebt bei Prominenten und Influencern, die für Produktplatzierungen gebucht werden können. Verschiedene Zielgruppen lassen sich hier gut erreichen und die Shopping-Funktionen erlauben es dir, Produkte oder Dienstleistungen direkt auf der Plattform zu verkaufen. Ein Nachteil ist, dass das regelmäßige Posten von hochwertigen Beiträgen und ein größeres Werbebudget inzwischen als Standard anzusehen ist. Ansonsten ist es inzwischen schwierig, sich auf Instagram von der Konkurrenz abzuheben.

WhatsApp

Der Messenger-Dienst WhatsApp gehört seit 2014 wie Facebook zum heutigen Meta-Konzern. Rund 2 Milliarden User verwenden die App, sodass du eine potenziell große Zielgruppe erreichen kannst. Marketing über Nachrichtendienste ist generell weniger bekannt, doch bietet für dich Vorteile. Die Klickraten liegen mit ca. 40 bis 60 % deutlich höher als bei E-Mails mit höchstens 6 %. Außerdem ist die Nutzung von WhatsApp in dieser Form noch nicht so sehr verbreitet, sodass du dich besser etablieren kannst. Du kannst direkt mit Kunden und potenziellen Käufern in Kontakt treten, als Support dienen, über Werbeaktionen informieren und besondere Rabatte anbieten. Dadurch erhöhst du besser die Bindung als über andere Plattformen. Die Kosten sind allerdings relativ hoch und hinzu kommt ein hoher Aufwand für die individuelle Kundenkommunikation.

X ehemals Twitter

Seit der Gründung im Jahr 2006 hat sich der Microblogging-Dienst nicht nur in seinem Nahmen gewandelt, da z. B. die kurzen Zeichenbeschränkungen aufgehoben wurden. X ehemals Twitter erreicht jedoch nach wie vor sehr viele User und Zielgruppen. Empfehlenswert ist X im B2B-Bereich, um mit Beiträgen präsent zu bleiben oder Kontakte zu knüpfen. Zudem kannst du dich hier durch das Hashtag-Prinzip direkt zu verschiedenen aktuellen Themen äußern. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Social-Media-Präsenz hier in jedem Fall, allerdings sollte dein Management in Bezug auf aktuelle Themen die nötige Erfahrung, Kompetenz und viel Feingefühl mitbringen. Sogenannte Shitstorms entstehen und verbreiten sich am schnellsten auf X.

Mastodon

Mastodon erschien 2016 und hat in den letzten Jahren an viel Bekanntheit dazugewonnen. Der Mikroblogging-Dienst wird oft als direkte Alternative zu Twitter aufgeführt, da viele User nach der Übernahme durch Elon Musk wechselten. Dieses Momentum konnte allerdings nicht beibehalten werden, da die Plattform mit 15 Millionen Nutzern im Vergleich zur Konkurrenz relativ klein ist. Eine Präsenz lohnt sich hier in erster Linie für dich, wenn deine Zielgruppe mit Mastodon übereinstimmt. Dabei handelt es sich vor allem um Vertreter im IT- und Bildungsbereich. Auch der gemeinnützige Aspekt kann für dein Marketing eine Rolle spielen, da Mastodon als Non-Profit-Organisation betrieben wird.

Threads

Threads ist das neueste Netzwerk der Meta-Gruppe und verzeichnet seit seiner Gründung 2023 inzwischen weit über 100 Millionen User. Der Fokus liegt in der textbasierten Kommunikation, die in den Diskussionen in Echtzeit stattfinden kann. Es gibt ein hohes Maß an Personalisierung und durch die Neuheit der Plattform kannst du dich mit weniger Konkurrenzdruck etablieren. Ein Profil kann sich lohnen, wenn du dein Marketing textbasiert ausrichten kannst, da im Gegensatz zu z. B. Instagram Ästhetik kaum eine Rolle spielt. Firmen auf Threads präsentieren sich in der Regel humorvoll und das Image deines Unternehmens sollte zu diesem Ansatz passen. User stammen primär von Instagram, sodass hier eine gegenseitige Bewerbung der Profile den Traffic positiv beeinflussen kann.

Youtube

Youtube ist seit 2006 die größte Videoplattform und erreicht monatlich 2,5 Milliarden User. Die Zielgruppe ist hier sehr breit gefächert und du kannst sie gezielt erreichen, indem du passende Content Creator sponserst oder Werbung schalten lässt. Sponsoring ist inzwischen jedoch relativ preisintensiv und das direkte Anlegen eines Profils lohnt sich am ehesten, wenn man selbst Content Creator ist. Dennoch solltest du Youtube nutzen, um bestimmte Videos wie Werbungen oder wichtige Tutorials für Produkte hochzuladen. Auf diese kannst du und von anderen sozialen Medien aus verweisen.

Twitch

Die Livestream-Plattform Twitch erreicht verschiedene Zielgruppen und ist wie Youtube nicht für direktes Social-Media-Marketing mit eigenem Profil ausgelegt. Twitch wird in erster Linie für Influencer-Marketing genutzt, wobei Kooperationen tiefer gehen als bei Youtube. Neben herkömmlichen Produktplatzierungen können hier besondere Aktionen wie Gewinnspiele oder Verlosungen durchgeführt werden. Dies führt zu einer hohen Kaufbereitschaft, doch es ist ebenfalls mit höheren Budgets zu rechnen.

Vimeo

Als Videoplattform ist Vimeo auf eine professionelle Qualität der Uploads ausgerichtet. Dementsprechend eignet sich Vimeo insbesondere dann, wenn du anspruchsvolle Werbefilme produzierst und hochladen willst. Ebenfalls sinnvoll ist eine Nutzung, wenn deine Zielgruppe aus Animationskünstlern, Fotografen und künstlerisch interessierten Personen besteht.

XING und LinkedIn

Das Netzwerk XING ist auf den Bereich Karriere ausgerichtet und hat allein im deutschsprachigen Raum über 20 Millionen User. Ein Profil ist in den meisten Fällen empfehlenswert, denn es ist eine seriöse Plattform für B2B-Marketing und das Knüpfen von Kontakten. Ähnlich verhält es sich mit LinkedIn, das als Netzwerk insgesamt über 850 Millionen User ausweist und sich eher für einen internationalen Fokus eignet. Beide Plattformen bieten dir die Möglichkeit, zusätzliche Werbemöglichkeiten zu platzieren.

Pinterest

Bei Pinterest handelt es sich um eine visuell orientierte Social-Media-Webseite mit ca. 500 Millionen Usern. Hier werden virtuelle Pinnwände mit Bildern oder Videos erstellt, wo z. B. Künstler ihre Werke teilen. Dementsprechend ist Pinterest gut für dich geeignet, wenn du einen visuellen Fokus im Marketing verfolgst und die Zielgruppe sich im künstlerischen bzw. kreativen Bereich aufhält. Sollte die Ausrichtung deines Unternehmens eine andere sein, ist die Nutzung anderer Netzwerke generell sinnvoller.

Snapchat und TikTok

Auf Snapchat ist die Erstellung eines Profils sinnvoll, wenn du eine junge Zielgruppe bedienst. Die meisten der über 400 Millionen Snapchat-Nutzer und 1,6 Milliarden TikTok-User sind unter 30 Jahre alt. Besonders weit verbreitet sind diese Social Medias bei Teenagern. In der Aufbereitung des Marketings ähneln die Posts mit Bildern und kurzen Videos Instagram. Somit entsteht in kreativer Hinsicht kein großer zusätzlicher Aufwand zur Betreuung des Kanals. Unternehmen nutzen Snapchat und TikTok oft für Einblicke hinter den Kulissen oder den Arbeitsalltag. Für kreative Videoideen und die Unterlegung mit Musik ist insbesondere TikTok gut geeignet, um viel Traffic zu erzeugen.

Romeo

Romeo (zuvor PlanetRomeo) ist schon lange als Plattform für homosexuelle Männer etabliert. Die Registrierung ist hier auf den privaten Bereich beschränkt und Anzeigen von Unternehmen wurden 2021 entfernt, da Produkte nicht direkt neben sexuellen Inhalten angezeigt werden sollten. Daher ist Romeo für dein Marketing nicht mehr relevant, auch wenn LGBTQ-Personen direkt als deine Zielgruppe definiert sein sollten.

Researchgate und Coliquio

Coliquio ist ein deutschsprachiges Ärztenetzwerk, während es sich bei Researchgate um ein soziales Netzwerk für Forscher aus allen Bereichen handelt. Wenn konkret medizinisches oder wissenschaftliches Personal zu deiner Zielgruppe zählen, kannst du auf Researchgate und coliquio gezielte Werbung schalten, um potenzielle Kunden zu erreichen.

Discord

Als Dienst für Instant Messaging sowie Text- und Voicechats wird Discord für Marketingkanäle genutzt. Eine Community kannst du aktiv und mit direktem Bezug aufbauen und somit die Kundenbindung erhöhen. Der Trend zur Marketingnutzung ist in den letzten Jahren gestiegen, doch für verwertbare Ergebnisse ist viel Aufwand und regelmäßiges Engagement mit der Community notwendig.

BeReal

BeReal bietet ein besonderes Konzept, bei dem Nutzer täglich aufgefordert werden, zu einer bestimmten Uhrzeit einen authentischen Post hochzuladen. Die Social-Media-App BeReal wurde in den letzten Jahren immer beliebter und ist für die Platzierung von Werbebotschaften bekannt. Werbeschaltungen eignen sich hier generell für jüngere Zielgruppen.

Reddit

Reddit ist ein Internetforum, für das Subforen zu allen erdenklichen Themen existieren. Somit kannst du auf Reddit deine Zielgruppe genau eingrenzen und entsprechend Werbeschaltungen anpassen. Die Werbung ist relativ günstig, doch du solltest dich in den jeweiligen Subreddits engagieren, um das Vertrauen in die Zielgruppe zu erhöhen

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