Fallstudie · Corporate Fashion & E-Commerce
Komplexe Produktdaten. Ein verständlicher Online-Showroom.
Für PTM-Protex haben wir einen Online-Showroom auf WooCommerce-Basis neu aufgebaut. Die Aufgabe verband ein umfangreiches Textilsortiment mit Größen, Farben und Veredelungswünschen – und einem klar abgegrenzten Übergang zur Warenwirtschaft Xentral.
Der entscheidende Architekturansatz: Produktdaten werden über aufbereitete CSV-Dateien in WooCommerce importiert. Für Xentral ist die Übergabe fertiger Aufträge vorgesehen. So erhalten Katalogpflege, Produktauswahl und Auftragsbearbeitung jeweils eine klar definierte Rolle.
Go-live: Mitte Oktober 2025Redaktionell aktualisiert: 20.09.2026

- Dokumentierter Umfang
- Über 400.000 Datenbankzeilen im Projektstand 2025
- Plattform
- WooCommerce Online-Showroom & Konfiguration
- Datenwege
- CSV + Xentral Produktimport und Aufträge getrennt
01 · Die Aufgabe
Ein neues Fundament für Sortiment und Veredelung
PTM-Protex wollte die Sortimente von HAKRO, Stanley/Stella und Nimbus digital zugänglich machen. Kundinnen und Kunden sollten passende Textilien finden, eine konkrete Variante auswählen und ihre Wünsche zu Stick oder Druck sowie zur Logoplatzierung übermitteln können.
Der vorherige Projektansatz war an der Komplexität der Daten und der geplanten direkten Xentral-Anbindung an seine Grenzen gestoßen. Wir setzten den Online-Showroom mit neuem Theme, überarbeiteter Nutzerführung und einer angepassten Datenstruktur neu auf. Die technische Entscheidung musste dabei zum Beratungs- und Angebotsprozess für individuell veredelte Textilien passen.
Sortiment erschließen
Marken, Größen und Farben nachvollziehbar strukturieren und auf den Produktseiten verständlich darstellen.
Wünsche erfassen
Textilvariante, Veredelungsart und gewünschte Position als unterschiedliche Angaben behandeln.
Datenwege ordnen
Die umfangreiche Produktpflege von der Übergabe fertiger Aufträge an die Warenwirtschaft trennen.
02 · Die Lösung
WooCommerce und Xentral mit klar verteilten Aufgaben
WooCommerce bildet den Online-Showroom mit Produktdarstellung, Varianten und Konfigurationsmöglichkeiten ab. Die Produktdaten werden dafür über optimierte CSV-Strukturen aufbereitet und importiert. Die im Relaunch dokumentierte Xentral-Anbindung konzentriert sich auf die automatische Übertragung fertiger Aufträge.
- 1
Produktdaten
Varianten, Attribute, Bilder und Preise
- 2
CSV-Aufbereitung
Strukturieren und dem Datenmodell zuordnen
- 3
WooCommerce
Sortiment und Konfiguration darstellen
- 1
Showroom-Anfrage
Gewünschte Variante und Veredelung erfassen
- 2
Fertiger Auftrag
Abgestimmter Auftrag als Übergabepunkt
- 3
Xentral
Auftragsdaten zur weiteren Bearbeitung
Die Grafik erklärt die Systemrollen. Übertragungsintervalle, interne Statuswerte und technische Fehlerbehandlung sind darin nicht abgebildet.
Diese Trennung begrenzt, welche Daten die Auftragsschnittstelle verarbeiten muss. Gleichzeitig bleibt der Produktimport eine eigene Aufgabe: Eine Änderung im Sortiment benötigt einen passenden Importlauf. Aus der dargestellten Architektur lässt sich keine laufende Synchronisation aller Produkt- und Bestandsdaten ableiten.
03 · Daten verständlich machen
Was hinter den 400.000 Datenbankzeilen steckt
Für den damaligen Projektstand wurden über 400.000 Datenbankzeilen dokumentiert. Zu diesem Umfang gehören Informationen zu Varianten, Attributen, Bildern, Preisen und Veredelungsoptionen. Die Zahl beschreibt den Datenbestand der Umsetzung; sie ist weder die Anzahl kaufbarer Produkte noch ein Nachweis für Ladezeit oder Belastbarkeit.
Die individuelle Import- und Strukturierungslogik sollte diese Informationen so zusammenführen, dass im Showroom ein verständliches Produkt entsteht. Entscheidend ist die Zuordnung: Welcher Datensatz gehört zu welchem Artikel? Welche Farbe und Größe bilden eine konkrete Variante? Welche Veredelungswünsche kommen erst bei der Anfrage hinzu?
Modell A
Name, Beschreibung, Marke und gemeinsame Bilder
Blau · Größe M
Eindeutige Artikelkennung und zugeordnete Variantendaten
Stick · Brust links
Gewünschte Veredelung und Platzierung für die Angebotsklärung
Produkt, Variante und Veredelungswunsch erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die beispielhaften Werte zeigen die Logik, keine konkrete PTM-Protex-Artikelkonfiguration.
Worauf es bei einem solchen Import ankommt
- Eindeutige Zuordnung: Produkt und Varianten brauchen konsistente Kennungen und nachvollziehbare Beziehungen.
- Einheitliche Werte: Unterschiedliche Schreibweisen von Größen, Farben oder Attributen müssen sinnvoll vereinheitlicht werden.
- Gezielte Kontrolle: Ein kleiner Testbestand sollte vor größeren Importläufen auf Varianten, Bilder, Preise und Darstellung geprüft werden.
Diese Prüfpunkte sind eine fachliche Einordnung für vergleichbare Projekte. Auch die WooCommerce-Dokumentation zum CSV-Import beschreibt die Zuordnung von Produkt- und Variantenkennungen sowie Tests vor dem Import größerer Bestände. Sie dokumentiert nicht die individuelle PTM-Protex-Implementierung.
04 · Einblicke in die Oberfläche
Vom Produkt zur individuellen Anfrage
Die öffentlich erreichbare Produktansicht „Prescott Men“ zeigt am 20.09.2026 die Auswahl von Farbe und Größe. Ergänzend stehen Felder für Logoplatzierung, Veredelungsart und Logo-Upload bereit. Der nächste Schritt heißt „Zum Angebot hinzufügen“.
Produktpreis und Veredelung getrennt verstehen
Die Oberfläche bezeichnet den angezeigten Preis ausdrücklich als Produktpreis ohne Veredelung. Die konkrete Veredelung wird laut Hinweis auf der Produktseite individuell kalkuliert.
Damit wird der Online-Showroom zum Einstieg in einen abgestimmten Angebotsprozess. Die Produktauswahl allein belegt noch keinen fertig übertragenen Xentral-Auftrag.
05 · Umfang & Grenzen
Was die Fallstudie belegt – und was separat geprüft werden muss
Dokumentierter Projektumfang
- Neuaufbau des Online-Showrooms auf WooCommerce-Basis.
- Aufbereitung und Import umfangreicher Produktdaten per CSV.
- Abbildung von Varianten und Veredelungswünschen.
- Auftragsbezogene Xentral-Anbindung im Relaunch-Konzept.
Eigene technische Prüfpunkte
- Importdauer und Lastgrenzen hängen von Daten, Erweiterungen und Betriebsumgebung ab.
- Die heutige fehlerfreie Auftragsübertragung erfordert einen Abgleich von Auftrag, Empfang und Protokoll.
- Übertragungsintervalle, Wiederholungslogik und Bestandsabgleich sind hier nicht als aktuelle Funktionen bestätigt.
- Veredelungspreise benötigen die im Showroom beschriebene individuelle Angebotsklärung.
Die Screenshots zeigen die öffentlich sichtbare Oberfläche. Sie ersetzen keinen Test der internen Warenwirtschaft. Die Fallstudie beschreibt den dokumentierten Relaunch und ergänzt eine datierte Ansicht des heutigen Auftritts.
06 · Das Ergebnis
Eine technische Referenz mit nachvollziehbarem Umfang
Der Online-Showroom ging Mitte Oktober 2025 unter protex.cc live. Der damalige Datenumfang, die CSV-Produktpflege und die auf fertige Aufträge begrenzte Xentral-Anbindung machen die zentrale Projektentscheidung nachvollziehbar: Die Oberfläche und die internen Datenwege wurden gemeinsam geplant.
Heute ist der öffentliche Auftritt über ptm-protex.de erreichbar; protex.cc leitet dorthin weiter. Sichtbar sind die Produktdarstellung und die Erfassung individueller Wünsche. Belastbare Vergleiche zu Umsatz, Anfragequote oder Ladezeit werden hier nicht ausgewiesen, da dafür keine freigegebenen Messreihen vorliegen.
Für Unternehmen mit variantenreichen Sortimenten zeigt das Projekt, welche Fragen vor der Entwicklung geklärt werden sollten: Wo werden Produkte gepflegt? Welche Daten benötigt die Oberfläche? Ab welchem Prozessschritt übernimmt die Warenwirtschaft? Diese Entscheidungen gehören zu unserer E-Commerce-Beratung und Umsetzung.
Einen anderen Umgang mit gewachsener Technik zeigt die Fallstudie zu Kollin Medien: Dort blieb der vorhandene Shopkern erhalten und wurde um WordPress für redaktionelle Inhalte ergänzt.